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Stausee Ottenstein – Klein-Norwegen von Österreich

Der Stausee Ottenstein ist laut Wikipedia der oberste der drei Kampstauseen. Darunter liegen der Stausee Dobra und der Thurnberger Stausee. Hinter der 69 m hohen Gewölbestaumauer wird das Wasser des Kamps aufgestaut. Bei Vollstau beinhaltet der Stausee 73 Millionen m³ Wasser. Die Wasserfläche beträgt dann 4,3 km² und reicht bis zum Stift Zwettl. Die am Ufer befindlichen Felsformationen, der Wald ringsum und die vielen Buchten und das bräunliche Wasser lassen einen  in dem Glauben, dass man sich in Norwegen oder Schweden befindet. Einfach eine traumhafte Gegend.

Martin und ich haben uns das Revier Ottenstein II in der Mitte ausgesucht. Hier wollen wir es auf Zander, Barsch und Hecht versuchen, wobei unser Hauptaugenmerk auf dem Zander liegt.

Nach 2,5 Stunden Fahrt kommen wir um ca. 7.00 Uhr früh am Stausee an und holen unsere Karten, die für das Schleppangeln (gilt sobald der E-Motor beim Angeln im Wasser ist) nicht gerade billig sind. Wenn man keine NÖ Karte wie Martin besitzt, kommen noch 15 € Gastkartengebühr dazu. Genauere Infos zum Gewässer und den Lizenzpreisen findet ihr auf der Seite von Bernhard Berger www.stauseefischer.at, die sehr gut gestaltet ist. Bernhard bietet auch ein Guiding am Stausee an und kennt das Gewässer bis auf den letzten Stein und dort gibt es viele.

Am Wasser angekommen slippen wir das Boot und machen unsere Ruten startklar. Da der Wetterbericht bis zu 38 Grad voraus gesagt hat und wir jetzt schon ins Schwitzen kommen, suchen wir die im Schatten liegenden Kanten auf. Das Ufer fällt an den meisten Stellen steil und tief ab und nach 5 bis 6 Jiggbewegungen ist man dann schon im relativ tiefen Wasser. Die erste im Schatten liegende Uferpartie bringt keinen Fangerfolg. Also suchen wir die nächste Stelle auf und nach dem 2. Wurf kann Martin einen schönen Barsch mit einem Salty Bite fangen.

Nachdem wir mit allen möglichen Gummis die schattigen Ufer abgeklopft hatten und es mittlerweile unerträglich heiß wurde fiel uns die Entscheidung nicht schwer. Ab ins Wasser zur Abkühlung.

Der Magen knurrt und erst einen Fisch gefangen. Was macht man da? Richtig – schleppen und dabei den Griller gestartet. Ich kümmere mich um die 2 Schleppruten mit Sideplanner und Martin um den Griller. Da es Mittagszeit ist und die Sonne hoch steht schleppen wir mit einem tiefer laufenden Wobbler auf ca. 4 Meter und mit einem Dipsy Diver auf ca. 7 Meter mit einem Real Jerk.

Einfach traumhaft! Die Kulisse, der gute Duft der Steaks am Griller, ein kühles Bierchen aus der Kühlbox und im Schlepptau 2 Köder die Meister Esox zu einem Landgang überreden sollen.

Nachdem unser Mahl beendet war, wechselten wir die Köder und genossen noch etwas den Schatten unter unserem Sonnenschirm. Da jedoch kein Fisch einsteigen wollte, beschlossen wir die Ufer in Richtung Staumauer weiter mit unseren Gummis abzuklappern und so noch unseren Zielfisch zu ergattern.

Nach ca. einer Stunde sahen wir in der Nähe des Ufers einen Räuber jagen und die Brutfische flogen förmlich aus dem Wasser. Gummis in Richtung Räuber und oberflächennahe schnell eingekurbelt. Nichts! Also schnell auf einen Oberflächenköder den Dream Catcher Fire Tiger gewechselt und raus damit. Im Walk the Dog Style den Ködern so schnell als möglich ran geholt. Nichts! 2. Versuch. Nichts! 3. Versuch – was soll’s sag ich noch zu Martin und fange an den Körder rasch ein zu kurbeln und genau da passiert es und die Oberfläche explodiert förmlich direkt vor meinen Füßen. Leider schießt der Fisch am Köder vorbei und danach hat er auch keine Lust mehr zu beißen. Schade.

Also versuchen wir unser Glück weiter mit den Gummis und endlich steigt auch bei mir einer ein. Es ist ein kleiner Zander der jedoch kurz vor dem Landgang ausschlitzte. Na ja zumindest konnten wir einen Zander sehen. Einige Würfe später der nächste Biss – jetzt scheint es endlich los zu gehen – ein netter Hecht von ca. 60 bis 70 cm kämpft an der Rute. Leider auch wieder nur bis zum Boot und weg ist er.

Da es schon langsam spät wird, beschließen wir den Weg zurück zu schleppen. Vorbei an dieser herrrlichen Kulisse.

Dabei verliere ich einen Dipsy Diver und eine kleine GrandMa, aber Fisch bekommen wir keinen mehr. Also verladen wir das Boot, verstauen das Gerät und schmeißen uns nochmals bei gefühlten 30 Grad um 9.00 Uhr abends ins Wasser bevor wir unsere lange Heimreise starten.

Für uns war es ein traumhafter Trip, obwohl wir uns doch etwas mehr Fischkontakt erhofft hätten. Ich denke, dass neben der fehlenden Gewässerkenntnis auch das Wetter mit ca. 38 Grad nicht gerade zu unserem Fangerfolg beigetragen hat. Wir werden aber auf jeden Fall wieder kommen. Dann aber 2 Tage, da die Anreise mit in Summe 5 Stunden Fahrt für einen Tag doch etwas viel ist.

Zum Schluss könnt ihr euch noch ein kleines Filmchen ansehen und euch einen Eindruck mittels bewegter Bilder machen.

tight lines

thymallus

3 Kommentare

    • Harald am 25. Februar 2013 um 12:30

    Antworten

    Hi, habe gerade euren bericht und euer nettes video vom stausee gesehen – gratuliere – echt gelungen!

    • Harald am 25. Februar 2013 um 12:34

    Antworten

    wir überlegen gerade uns für 2014 eine jahreskarte für ottenstein zuzulegen, sind zwar keine anfänger, aber natürlich auch noch keine solchen profis wir ihr ;o) – zahlt sich die hohe jahreskartengebühr eurer meinung nach aus in diesem gewässer? ist ja nicht gerade billig (so um die 1000,-) lg harald

    • thymallus am 25. Februar 2013 um 13:12
    • Autor

    Antworten

    Hallo Harald,

    da ich eure Rahmenbedingungen (Fahrweg, Boot vorhanden, wie oft kommt ihr zum Fischen,… ?) nicht kenne ist es schwierig hier eine vernünftige Antwort zu geben. Ich würde euch daher vorschlagen, dass ihr eurch für heuer ein paar Tageskarten kauft und das Gewässer selbst kennen lernt, dadurch wird euch die Entscheidung sicher leichter gemacht werden. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass das Gewässer einen sehr guten Fischbestand hat und dort eine fantastische Fischerei möglich ist. Wir waren im August bei gefühlten 50 Grad Celsius mit nicht gerade optimalen Bedingungen konfrontiert. Aber es ist wie an allen Gewässern, desto besser ihr das Gewässer kennt, desto besser werdet ihr fangen bzw. euch auf die aktuellen Situationen einstellen können. Wenn das Gewässer nicht so weit von uns entfernt wäre hätten wir bestimmt eine Jahreskarte.

    tight lines
    Thymallus

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