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Tiny Titan und Pop Stick von Topwater Productions im Test auf Oberflächen Forellen

Popper, Stickbait & Co sind ja für Barsch, Hecht oder Rapfen als gute Köder bekannt, aber damit auf Forellen zu fischen ist eher unüblich. Entsprechendes Interesse weckte bei mir Benedikt Götzfried von Topwater Productions als ich ein kleines Filmchen von ihm sah, wo er auf Forellen mit Oberflächenköder fischte. Das sah nach einer sehr kurzweiligen und spannenden Fischerei aus, welche ich auch unbedingt ausprobieren wollte. Da ich bereits einige seiner Köder in meiner Box hatte, wusste ich um die Qualität seiner Produkte Bescheid und nach kurzer Durchsicht der Homepage viel meine Entscheidung auf den Tiny Titan in der Farbe Hummingbird und auf den Pop Stick Pike Strike. Benedikt war so nett und schickte mir noch einen Wobbler mit der sich noch in der Testphase bei ihm befindet. Ein Bericht über den Wobbler wird es später einmal geben. Bei meinen Ausflügen hatte ich teilweise auch die GoPro dabei und wer Lust hat kann sich das kleine Filmchen ansehen. Leider ist zurzeit die Fischerei durch das trübe Wasser schwierig, da die Forellen die Köder auch nicht genau orten bzw. vom Boden nicht wirklich hoch kommen wollen.

Eines vorweg: Die Widerhaken an den Drillingen wurden entfernt und bleiben auch nur für den Test auf den Ködern, sofern es auf Salmoniden geht. Danach werden diese gegen Einzelhaken getauscht!

Sehen wir uns zunächst die Köder genauer an. Nach Überprüfung der Maße und Gewichte konnte nur eine minimale Abweichung beim Gewicht von ca. 1 gr beim Tiny Titan festgesllt werden.

Tiny Titan Hummingbird (Länge 8 cm, Gewicht 9,5 gr)

Auf der Homepage wird der Köder wie folgt beschrieben „Der Tiny Titan ist durch seine Größe der optimale Köder um Forellen, Döbel, Alande aber auch Rapfen Barsche und sogar Hechte an der Oberfläche zu fangen. durch seine perfekte Ballance läuft er auch noch bei starker Strömung und hoher Einholgeschwindigkeit in perfekten links – rechts Bahnen. Dies macht ihn absolut unwiederstehlich für fast alle Räuber und somit zur absoluten Fangmaschine. Um ihm die typische „Walk the Dog“ Aktion zu verleihen, führen sie den Köder mit kurzen, prägnanten Schlägen der Rute bei gleichzeitigem Kurbeln.“

Nach dem auspacken des Köders war ich im ersten Moment etwas über die „überdimensionierten“ Drillinge erstaunt. Auf den 2. Blick passen diese jedoch sehr gut, da sie seitlich über den Körper entsprechend hinausragen und somit einen guten Halt im Fischmaul finden sollten. Die Drillinge sind scharf und äußerst stabil. Die Sprengringe sind für die Zielfischart ausreichend dimensioniert und sollten auch einem größeren Rapfen standhalten.

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Im Inneren befinden sich Geräuschkugeln die einen zusätzlichen Reiz auf die Fische darstellen. Die Verarbeitung ist sehr gut und als Abschluss ist eine Schicht Epoxidharz gewählt, welche nicht spröde hart ist, sondern sich eher weich anfühlt. Dadurch platzt auch nicht leicht der Lack ab, selbst wenn der Köder unzählige Male in den Bäumen oder mal auf der Schotterbank oder einem Stein am Bach landet.

Mit Hechtzähnen hat der Tiny Titan noch keine Bekanntschaft gemacht, denke aber dass er auch diesen ohne Probleme Stand halten sollte. Durch seine Form und die Geräuschkugeln im Inneren fliegt der Tiny Titan perfekt und weit.

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Am Wasser (ein kleiner Bach) angekommen ging es an die ersten Versuche dem Tiny Leben einzuhauchen und die ersten Forellen an den Haken zu bekommen. Als Rute wählte ich meine Rocksweeper Nano in 2,10 m mit 5 bis 25 gr in ML, um einerseits noch genug Power für die Animation des Köders und andererseits auch noch genügend „Spiel“ der Spitzenaktion zu haben, um das Schlagen der Forellen abfedern zu können. Als Schnur setzte ich eine dünne geflochtene ein, welcher ein ca. 5 Meter monofiles Vorfach vorgeschaltet wurde. Daran knüpfte ich einen Snap mit einem großen Rundbogen, damit der Tiny auch genügend Spiel hat. Nach einigen Einsätzen wechselte ich von der geflochtenen auf eine reine monofile Schnur, da ich bei der dünnen geflochtenen Schnur öfters eine Perücke hatte. Das kommt daher, dass man die Schnur bei der Bachfischerei im „Gebüsch“ nicht immer gleich auf Spannung beim Kurbelbeginn bekommt.TopWaterProductions (5)

Die Köderführung des Tiny ist einfach und der Köder sucht seine links – rechts Bahnen wie von selbst. Die Bahnen zieht der Tiny in größeren Bögen und bei erhöhtem Tempo zieht er seinen Bahnen nicht so ausladend ähnlich einer Schlange. Einzig die Strömungsverhältnisse, je nachdem ob man stromauf oder stromab fischt, mussten entsprechend mit einem langsameren oder schnellerem kurbeln berücksichtigt werden. Es dauerte auch nicht lange und die ersten Forellen schnappten nach dem Tiny Titan und ich machte natürlich den Anfängerfehler schlecht hin und schlug gleich an, ohne zu warten bis ich den Fisch in der Rute spürte. Na ja das kann als alter Zanderangler schon mal vorkommen. Zum Teil schossen die Forellen am Tiny vorbei und machen kleine Luftsprünge. Kurzum ein geniales Teil für die Forellenpirsch am Bach, den ich jedem nur empfehlen kann.

 Pop Stick Länge Pike Strike (Länge 7 cm, Gewicht 8 gr)

Benedikt beschreibt seinen Köder wie folgt: „Popper und Stickbait in einem, das sind die genialen Eigenschaften des Pop Sticks. Die große Einkerbung im Kopfbereich bremst lange Gleitbewegungen nach links und rechts aus und lässt ihn sehr Hektisch um 180 Grad drehen. Dabei erzeugt er zusätzlich leichte Poppgeräusche. Um diese noch zu verstärken und kurze Tauchphasen einzuleiten bedarf es kräftigeren Schlägen der Rute. Dieses einzigartige Laufverhalten zieht Barsche, Rapfen, Döbel und Forellen magisch an und reduziert die Fehlbissquote.“

Auch dieser Köder hat eine top Verarbeitungsqualität wie der Tiny Titan. Die Drillinge sind etwas kleiner gewählt, aber genauso scharf und die Sprengringe sind ebenfalls stark genug dimensioniert. Die Lackierung ist ebenfalls mit einer Schicht Epoxidharz überzogen.

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Was einem sofort auffällt ist die Abflachung inkl. der Einbuchtung am Kopf, welche typisch für einen Poper ist. Ein reiner Poper ist der Pop Stick – wie der Name schon sagt – aber nicht. Nur ob das Konzept wirklich so gut aufgeht und sich der Pop Stick gut führen bzw. fischen lässt musste er erst beweisen.

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Als ich am Bach den ersten Wurf damit machte und anfing den Pop Stick Leben einzuhauchen musste ich gleich mal feststellen, dass ich die Führung gegenüber dem Tiny Titan etwas ändern musste. Wenn der Pop Stick mit sehr leichten Schlägen geführt wurde, dann drehte er sich sehr schön von links nach rechts ohne größere Geräusche zu machen. Die Bahnen die der Pop Stick dabei macht sind sehr eng bzw. kurz und er geht sehr schnell von links nach rechts. Sobald man den Pop Stick etwas aggressiver führte, brach er nicht mehr aus, dafür erhielt man nun das typische Geräusch eines Poppers dazu! Beides zusammen schaffte ich in dem kleinen Bach aufgrund der Fließgeschwindgkeit nicht. Dies muss ich im Stillwasser noch testen. Den Forellen schien die Popperei weniger zu gefallen, da ich bei aggressiver Führung so gut wie keine Bisse bekam. Sobald ich den Pop Stick wieder etwas „sanfter“ führte und er mehr oder weniger nur mehr nach links und rechts ausbrach kamen auch wieder Bisse. TopWaterProductions (9)

Ködervergleich bei TopWatereinsatz auf Forellen

Ich nahm beide Köder absichtlich in einer ähnlichen Farbe, um vor allem die Fängigkeit bei Forellen auf das Laufverhalten zurückführen zu können und so einen leichteren Vergleich zu haben, ohne dass die Farbe eine große Rolle spielt. Beide Köder sind hochwertig und haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Für die Forellenjagd hatte ich zuerst den Tiny Titan für mich als Vavoriten erkoren, da ich damit wesentlich mehr Forellen fing und die Führung im fließenden Gewässer mir leichter viel als beim Pop Stick. Doch nach einer Eingewöhnungsphase und als ich den Pop Stick rein im Walk the Dog Stil führte, bekam ich auch viele Bisse darauf, teilweise sprachen die Forellen durch die engere Laufbahn sogar besser darauf an. Den Pop Stick kann ich mir auch sehr gut als Topköder auf Barsche vorstellen, die die aggressivere Köderführung lieben. Der Tiny Titan müsste auch aufgrund der möglichen schnellen Köderführung perfekt für Rapfen sein.

Persönlich kann ich beide Köder nur empfehlen und feststellen, dass die Köder in keiner Box fehlen sollten, wenn es auf Oberflächenräuber geht.

Prototyp von Topwater Productions (Länge 7,5cm, Gewicht 11g)

Ein ausführlichen Bericht werde ich eventuell später einmal schreiben. Der Wobbler lässt sich sehr gut werfen und flankt (kippt über die Längsachse) sehr schön auch schon bei langsamen einholen. Könnte durchaus eine Bank für Zander in Ufernähe sein. Hier mal ein paar Pics.

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Viel Spaß am Wasser und tight lines

Thymallus

 

2 Kommentare

    • Niklas am 19. Juni 2013 um 12:37

    Antworten

    Schönes Filmchen, aber Drillinge auf Forellen sind ein No Go und sollten gegen Einzelhaken getauscht. Klar verursacht das mehrere Fehlbisse, aber das sollten euch die schönen Fische in eurem Bach wert sein, oder ?

  1. Antworten

    Hallo Niklas,

    danke für deinen konstruktiven Einwand. Ich sehe es grundsätzlich wie du, dass bei der Salmonidenfischerei (generell egal wo man angelt) Einzelhaken verwendet werden sollte. In diesem Fall wurden die Köder von mir auch einem Test unterzogen, bei welchem ich die Köder nicht im Vorfeld verändern wollte. Selbstverständlich wurden die Widerhaken angedrückt um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Bei weiteren Einsätzen mit diesen Ködern auf Salmoniden werde ich entsprechende Einzelhaken verwenden. Hierbei muss dann einerseits das Gewicht und andererseits die Hakengröße entsprechend gewählt werden, um den Lauf des Köders nicht zu beeinflussen.
    tight lines

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